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Berufung

Priesterweihen in sechs Diözesen

Mehr Neupriester als im Vorjahr

In den (Erz-)Diözesen Eisenstadt, Linz, Salzburg, St. Pölten, Klagenfurt und Innsbruck Weihen am Festtag der Apostel Petrus und Paulus, dem 29. Juni 2019 - damit insgesamt 28 Priesterweihen in Österreich.


Weihe von zwei Priesteramtskandidaten am 29. Juni im Dom zu St. Pölten

Am 29. und 30. Juni sind in den Diözesen Eisenstadt, Linz, Salzburg, St. Pölten, Klagenfurt und Innsbruck acht Männer zu Priestern geweiht worden. Den Anfang machte am Samstag Bischof Ägidius Zsifkovics, der dem 29-jährigen Julian Heissenberger und dem 31-jährigen Andreas Stipsits im Eisenstädter Martinsdom die Hände auflegte. In der Diözese Linz weihte Bischof Manfred Scheuer am Samstag Johannes Hofer im Mariendom zum Priester. Die Priesterweihe von Johannes Feierabend am Samstag in der Basilika Maria Plain bei Salzburg nahm der Augsburger Weihbischof Florian Wörner vor. Ebenfalls am Samstag spendete Bischof Alois Schwarz im St. Pöltner Dom den Priesteramtskandidaten Christoph Hofstätter und Alexander Fischer das Weihesakrament.

Am 30. Juni – dem Tag nach dem traditionellen Weihetermin anlässlich des Festtages der Apostel Petrus und Paulus – folgte die Weihe des Prämonstratenser Chorherrn Leopold Jürgen Baumberger durch den Innsbrucker Bischof Hermann Glettler in der Wiltener Stiftskirche. Am selben Tag fand im Klagenfurter Dom die Weihe von Wolfgang Hohenberger durch den emeritierten Linzer Bischof Maximilian Aichern statt.

Heuer gibt es 28 Priesterweihen in Österreich, die Mehrzahl davon ist bereits gespendet worden. Insgesamt leben und wirken in Österreich derzeit an die 3.800 katholische Priester. Auch wenn die Zahl der Neupriester insgesamt auf niedrigem Niveau bleibt, liegt sie laut den bisherigen Angaben mit heuer insgesamt 28 über jener in den vergangenen Jahren, als 24 (2018), 20 (2017) bzw. 24 (2016) Männer geweiht worden waren. Seit 2009 pendelt diese Zahl zwischen 20 und 30, mit einem Ausreißer (2011: 33). Zuvor lag der Jahresschnitt deutlich höher, bei 74 in den 1970er Jahren, 52 in den 1980er bzw. 50 in den 1990er Jahren. Das Durchschnittsalter der diesjährigen Neupriester in Österreich beträgt 37 Jahre, wobei der jüngste erst im 24., der älteste im 61. Lebensjahr steht.

Keine "Selbstinszenierung oder Abgrenzung"
Die Nachfolge Jesu sei eine Herausforderung, allerdings keine Überforderung, betonte Zsifkovics in der Aussendung im Vorfeld der Weihe in Eisenstadt. Denn Gott überfordere nicht, sondern lade vielmehr ein, das Risiko der Nachfolge zu wagen.

In Linz feierten zusammen mit dem Neupriester Johannes Hofer auch zahlreiche Priester ihr Weihejubiläum – unter ihnen die beiden emeritierten Bischöfe Maximilian Aichern und Ludwig Schwarz. Anwesend im Mariendom waren auch Generalvikar Severin Lederhilger und die Bischofsvikare Johann Hintermaier, Maximilian Mittendorfer, Adi Trawöger und Wilhelm Vieböck. "Freude und Dankbarkeit sind Grundworte der Berufung und Sendung", betonte Bischof Scheuer in seiner Predigt. Dem Weihekandidaten sagte er: "Du willst mitteilen, was dir selbst zur Quelle der Freude und des Lebens geworden ist: die Freundschaft und die Liebe Jesu Christi." Für ihn, Scheuer, sei es entscheidend, die priesterliche Berufung "nicht von der Selbstbehauptung, von der Selbstinszenierung oder von der Abgrenzung her" zu definieren. Von Christus her gedacht gehe es vielmehr um eine Berufung des Dienstes und der Bezogenheit.

Hofer wurde 1986 in Linz geboren; nach der Matura an der Handelsakademie in Perg trat er 2009 ins Priesterseminar der Diözese Linz ein. Nach dem Propädeutikum in Horn studierte er in Salzburg und Innsbruck Theologie. Hofer ist seit seiner Weihe zum Diakon im November 2018 in der Pfarre Wels-Hl. Familie tätig und wird dort mit 1. September 2019 zum Kooperator bestellt.

"Nicht mehr ich lebe, sondern Christus in mir"
Im St. Pöltener Dom spendete Bischof Alois Schwarz im Beisein von Altbischof Klaus Küng und Weihbischof Anton Leichtfried den beiden Diakonen Christoph Hofstätter und Alexander Fischer die Priesterweihe. "Darstellend, nicht herstellend, werdet ihr Menschen hineinheben in die sakramentale Wirklichkeit unseres Herrn", gab Schwarz den beiden Weihekandidaten in seiner Predigt mit auf den Weg. Priestersein bedeute heute, "von der Jesusfreundschaft zu erzählen", und aus dieser Freundschaft heraus andere auf ihrem Weg zu begleiten. In unserer Gesellschaft, die so auf Machbarkeit aus ist, sei die heutige Priesterweihe "etwas ganz und gar Außergewöhnliches", so Schwarz. Entscheidend sei, dass "nicht mehr ich lebe, sondern Christus in mir".

Neupriester Christoph Hofstätter wurde am 31. Mai 1980 geboren, seine Heimatpfarre ist Persenbeug. Er erlernte den Beruf eines Tischlers und Technischen Zeichners, legte die Studienberechtigungsprüfung ab und studierte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz. Auf verschiedenen Missionsstationen in Namibia absolvierte er ein dreimonatiges Praktikum, das Pastoraljahr schwerpunktmäßig in der Pfarre Haag. Alexander Fischer wurde am 23. Dezember 1989 geboren und wuchs in der Pfarre Kirchberg am Walde auf. Er maturierte an der HTL Karlstein an der Thaya und studierte an der PTH Sankt Pölten sowie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom.

Priesterweihe ist "Zeichen der Liebe Gottes"
"Priestertum und Amt in der Kirche sind Dienste, die auf die Gemeinschaft und auf die Menschen ausgerichtet sind": Das sagte der Linzer Altbischof Maximilian Aichern, der von Dompropst Engelbert Guggenberger begrüßt wurde, am Sonntag bei der Priesterweihe von Diakon Wolfgang Hohenberger im Klagenfurter Dom. "Niemand ist Priester für sich. Priester sind immer für die Menschen da", so Aichern. Die Sakramente der Eucharistie und der Priesterweihe seien gleichsam "Zeichen der Liebe Gottes und Mittel seiner Zuwendung zu den Menschen". Gleichzeitig warnte der Altbischof vor der "Versuchung, den Dienst der Leitung als heilige Herrschaft zu sehen und auszuüben".

Wolfgang Hohenberger, am 29. Jänner 1959 in Feldkirchen geboren, ist gelernter Maschinenschlosser und war von 1981 bis 2012 als Triebfahrzeugführer bei der ÖBB tätig. Er war verheiratet und ist Vater eines erwachsenen Sohnes. Nach seiner Scheidung trat er 2013 ins Priesterseminar in Graz ein und legte die Studienberechtigungsprüfung ab. Von 2014 bis 2017 besuchte Hohenberger das überdiözesane Priesterseminar Leopoldinum in Heiligenkreuz und absolvierte eine theologische Ausbildung an der philosophisch-theologischen Hochschule in Heiligenkreuz. Im Oktober 2018 wurde er in Klagenfurt durch den Salzburger Erzbischof Dr. Franz Lackner OFM zum Diakon geweiht. Seither ist Hohenberger Diakon in der Pfarre Spittal/Drau. Der neu geweihte Priester wird voraussichtlich in der Stadtpfarre Spittal/Drau als Kaplan eingesetzt werden.

Priester ergreifen den "Heilberuf Gottes"
Bischof Hermann Glettler sagte bei der Priesterweihe des Prämonstratensers Leopold Baumberger, er begebe sich mit der Weihe in den "Heilberuf Gottes". Jesus, der Heiland, habe Menschen von allen möglichen Krankheiten geheilt, wobei sein primäres Interesse immer an der Heilung des ganzen Menschen gelegen habe. Der Primizspruch Baumbergers - "Bete zu Gott, denn Er heilt!" (Sir 38,9b) - weise deutlich auf Gott als den Urquell menschlichen Heilwerdens und Heilsseins hin, so Glettler.

Auch seine Diplomarbeit habe der Weihekandidat zum Thema der therapeutischen Wirksamkeit von Gebet und Spiritualität verfasst, "es steht dahinter also mit Sicherheit deine persönliche Glaubenserfahrung, aber auch deine Gewissheit, dass du in Zukunft bei allen Schwierigkeiten und Herausforderungen auf den eigentlichen Arzt setzen kannst", erklärte der Innsbrucker Bischof: "Jesus ist der Arzt und Apotheker deines Vertrauens!" Er forderte den Neupriester auf, die Sakramente als "Geschenke des Heilwerdens" zu feiern. Diese seien nicht Gesten der Belohnung, "sondern Trost- und Kraftquellen für alle, die unterwegs sind - oft mühsam und erschöpft", wie Glettler hinwies.

Leopold Jürgen Baumberger OPraem wurde 1987 in Steyr (OÖ) geboren. Nach dem Studium der Pharmazie in Graz trat er zunächst in das Linzer Priesterseminar ein, während des Theologiestudiums in Innsbruck führte ihn sein Weg in das Stift Wilten. Dort feierte er im November 2018 die Ewige Profess, im März wurde er im Innsbrucker Dom zum Diakon geweiht. Baumberger absolviert derzeit das Pastoraljahr im Seelsorgeraum Zams-Zammerberg-Schönwies. Nach seiner Priesterweihe wird er als Kooperator in den Wiltener Stiftspfarren des Sellraintales seine erste Stelle als Priester antreten.
                                                                                                                                Quelle: Kathpress
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