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Ich habe einen Traum...

Aus dem bunten Leben

Träume und Wünsche begleiten uns und verändern sich mit jedem Lebensabschnitt. Drei Zeugnisse junger Menschen

 

 

 

Laut Jugend-Wertestudie 2011 blicken Österreichs Jugendliche optimistisch in die Zukunft. Familie, Freunde und Freizeit sind für sie die wichtigsten Lebensbereiche, ebenso Schule und Weiterbildung. Sie wollen sich selbst verwirklichen und streben nach materiellem Wohlstand. Entsprechen diese Ergebnisse der Wahrheit? Drei Jugendliche lassen uns an ihren Träumen teilhaben.

 

Ein kleines Café in Wien-Mitte. Jakob Rosenberger nippt an seinem Apfelsaft. Er ist 13 Jahre alt und besucht die vierte Klasse des Gymnasiums Zirkusgasse im Zweiten Wiener Gemeindebezirk. Geografie, Geschichte und Englisch gehören zu seinen Lieblingsfächern. Nach der Matura möchte er Fernsehjournalist werden oder Jus studieren, um später Rechtsanwalt zu werden und bei seinem Vater zu arbeiten. Auch denkt er bereits an eine eigene Familie.

 

Den richtigen Ton treffen

Jakob bezeichnet sich als religiös und ist überzeugt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. „Sonst ergibt das Leben keinen Sinn“, sinniert er. In der Pfarre St. Nepomuk ministriert er seit seiner Erstkommunion, engagiert sich in der Jungschar. „Ich war schon auf unzähligen Jungscharlagern“, sagt Jakob und lächelt verschmitzt. Voller Stolz erzählt er von seiner Leidenschaft für Musik. Seit acht Jahren spielt er Flöte. Wäre er nicht so jung, hätte er sogar am Landeswettbewerb teilnehmen können. Auch das Schlagzeug hat es ihm angetan. Er könne zu fast jedem Musikstück die Schlagzeugstimme spielen. „Die Noten höre ich einfach raus“, so Jakob.

 

Zuversichtlich und kritisch

Elisa ist 16 Jahre alt. Sie besucht die dritte Klasse der BAKIP in der Kenyongasse in Wien-Neubau. Sie lernt jedes Schulfach gerne, beschreibt sich als sehr kreativ, überlegt sich oft Spiele oder entwickelt Projekte. Nach der Matura möchte Elisa entweder als Kindergartenpädagogin arbeiten oder ein Semester im Ausland – etwa in Schweden – verbringen. Mit ihrer Schulausbildung stehen ihr beruflich viele Türen offen, ist Elisa überzeugt. Positiv sieht die Teenagerin in die Zukunft: „Ich möchte glücklich sein mit dem, was ich mache.“ Eine Familie gründen, zwei Kinder haben, so Elisa.

 

Ihre Beziehung zu Gott verändere sich laufend. „Ich bin kritisch, hinterfrage oft meinen Glauben“, betont Elisa. „Aber er begleitet mich.“ Elisa engagiert sich in ihrer Heimatpfarre in der Jungschar. „Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende“, lautet ihr Lebensmotto.

 

Leben gestalten

Die 21-jährige Stella studiert Anglistik und Germanistik für das Lehramt an der Universität in Wien. Lehrerin zu werden, sei ihr nicht in die Wiege gelegt worden. „Ich wollte immer einen Beruf haben, bei dem ich mit jungen Menschen zu tun habe“, sagt Stella. Ihre Schuldbildung sowie ihre Lehrer haben sie stark beeinflusst. Sie will daher ihre Ideale und Perspektiven jungen Menschen weitergeben und die Welt positiv „verändern“. Als Leiterin von Jugendgruppen der Pfarre Starchant in Wien-Ottakring nimmt sie viel Erfahrung mit. Stella sieht sich eher als Weltbürgerin denn als Österreicherin, auch wenn Wien ihre Heimatstadt sei: „Wenn man in Österreich lebt, hat man alle Möglichkeiten“, so Stella. Dazu gehöre u. a., den Schritt ins Ausland zu wagen und dort (Lebens-)Erfahrungen zu sammeln. Auch Kinder möchte sie haben. Den Zeitpunkt mache sie von einem passenden Partner abhängig.

 

„Ich würde mich als spirituellen Menschen bezeichnen“, sagt Stella. Sie sei immer auf Sinnsuche, möchte Vielfalt erleben und Menschen begegnen. Ein großer Freundeskreis bedeute ihr sehr viel. „Das Leben ist das, was du aus ihm machst“, lautet ihr Motto. Sie kann nicht sagen, wie ihr Leben aussehen wird. Sie habe immer wieder neue Ideen, neue Wünsche, neue Vorstellungen.

 

Jakob, Elisa und Stella stehen mitten im Leben. Sie strahlen einen Optimismus aus, der hoffentlich auch andere Jugendliche antreibt und inspiriert.

 

Christopher Erben

 

Erschienen in: "miteinander" | Jahrgang 2016 | Ausgabe Jänner/Februar

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